Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig

Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig

Dittrichring 24, 04109 Leipzig
T     0341 22473211
Im Stasi-Unterlagenarchiv steht das Thema Kirche und Stasi in der DDR im Fokus der Museumsnacht: Opposition, Kollaboration und Anpassung – unter dem Dach der Kirche in der DDR spiegelte sich die Gemengelage der sozialistischen Gesellschaft wider.
  • Für Rollstuhlfahrer/-innen eingeschränkt zugänglich

Anfahrt

Dittrichring 24, 04109 Leipzig
Naturkundemuseum
S33
Sonderlinie 33
Goerdelerring
T1
Tram 1
T3
Tram 3
T4
Tram 4
T7
Tram 7
T9
Tram 9
T12
Tram 12
T15
Tram 15
Käthe-Kollwitz-Straße/Gottschedstraße
T1
Tram 1
Thomaskirche
T9
Tram 9
Thomaskirche
89
Bus 89
Leipzig Markt
S 1
S-Bahn S 1
S 2
S-Bahn S 2
S 3
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S 4
S-Bahn S 4
S 5
S-Bahn S 5
S 5X
S-Bahn S 5X
S 6
S-Bahn S 6
Erreichbarkeit: Innenstadt zu Fuß

Veranstaltungen

Sonderausstellung
18:00 - 24:00
Tage der Entscheidung – Leipzig im Herbst 89
Die Nikolaikirche ist bis heute Symbolort der Friedlichen Revolution. Umgeben von konspirativen Stasi-Objekten, wurde sie im Herbst 1989 engmaschig überwacht. Wir zeigen eine Präsentation mit Fotos und Aktenauszügen.
  • Für Rollstuhlfahrer/-innen eingeschränkt zugänglich
Sonderausstellung
18:00 - 24:00
"Schwarze Pest" und "Rosenkranz" - Staatssicherheit und Katholische Kirche in der DDR
Zum 100. Deutschen Katholikentag, der 2016 in Leipzig stattfand, wurde eine umfassende Präsentation aus Stasi-Unterlagen zusammengestellt, die zur Museumsnacht 2022 erneut gezeigt wird. Die 30 Tafeln widmen sich unter anderem Einzelpersonen wie Mutter Teresa oder Bischof Spülbeck, aber auch Überwachungsmaßnahmen in kirchlichen Objekten, früheren Katholikentagen, Spitzeln unterm Dach Gottes oder den missliebigen Ost-West-Kontakten.
  • Für Rollstuhlfahrer/-innen eingeschränkt zugänglich
Präsentation
18:00 - 24:00
Überwachen. Verängstigen. Verfolgen. - Stasi. Die Geheimpolizei der DDR
„Genossen, wir müssen alles wissen.“ Dieses Motto von Stasi-Chef Erich Mielke veränderte Biographien. Fünf Einzelschicksale vermitteln eindrücklich: Wer in das Visier des Geheimdienstes geriet, wurde beobachtet, verfolgt und bestraft. Eine Ausstellung.
  • Für Rollstuhlfahrer/-innen eingeschränkt zugänglich
Sonstiges
18:00 - 24:00
Bürgerberatung und Antragstellung auf persönliche Einsicht in die Stasi-Akten
Bitte bringen Sie zur Identitätsbestätigung ein gültiges Personaldokument mit.
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Präsentation
18:00 - 24:00
Stilblüten aus Stasi-Akten
Eine Sammlung von Aktenauszügen
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Highlight
Diskussion
Vortrag
19:00 - 20:30
"Kein Einziger hat sich entschuldigt" - Ein Zwickauer Dompfarrer im Fokus der Stasi
Es „besteht der Verdacht, daß der Verdächtige … unter dem Mißbrauch der Kirche den politischen Untergrund organisiert“. Dieser Feststellung im Eröffnungsbericht zum Operativ-Vorgang „Kontrahent“ folgten unzählige Maßnahmen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) gegen den unbequemen Pfarrer. Nach dem Mauerfall suchte Dr. Edmund Käbisch das Gespräch mit den Spitzeln und deren Führungsoffizieren. Seine ernüchternden Erfahrungen schildert er in einem kurzen Impulsvortrag, dem sich ein Gespräch mit dem Leiter des Stasi-Unterlagen-Archivs Leipzig, Stefan Walter, über die Mühen der Aufarbeitung der SED-Diktatur anschließt.
  • Für Rollstuhlfahrer/-innen eingeschränkt zugänglich
Führung
Hinter den Kulissen
20:00 - 21:30
  / 
22:00 - 23:30
Einer Diktatur auf der Spur
Während des Rundgangs erhalten Sie detaillierte Einblicke in die Struktur und Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei. Anhand von Beispielakten beleuchten wir die Überwachungsmethoden der Stasi. Ebenso informieren wir Sie über die heutige Nutzung der Unterlagen.
  • Für Rollstuhlfahrer/-innen eingeschränkt zugänglich
Filmvorführung
21:00 - 21:45
Im Namen des Herrn - Kirche, Pop und Sozialismus
Jazz-Gottesdienste, Blues-Messen, Liedermacher-Abende oder Punk-Konzerte zogen Tausende in die Kirchen. Oft blieben den unangepassten Künstler/-innen, wie etwa Stephan Krawczyk oder Bettina Wegner, nur die Kirchen als Auftrittsorte. Auch Punk-Bands wie Namenlos traten ausschließlich im religiösen Milieu auf. Der Staat sah seinen Erziehungsanspruch durch die Allianz von Popmusik und Kirche empfindlich gestört. Das Ministerium für Staatssicherheit platzierte seine Mitarbeiter/-innen in den Gotteshäusern und schmiedete Zersetzungsstrategien. Doch letztlich war die Bewegung mächtiger als jeglicher Gegenwind. Die Filmaufführung erfolgt mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
  • Für Rollstuhlfahrer/-innen eingeschränkt zugänglich
Filmvorführung
22:00 - 24:00
Vom Einläuten der Friedlichen Revolution
Die Filmemacher Holger Kulick und René Perraudin konzentrieren sich in ihrem Dokumentarfilm Vom Einläuten der Friedlichen Revolution 1989 in der DDR (2014, 31 min) auf die Tage zwischen dem 4. und 10. Oktober 1989, als Ausreise- und Demokratiebewegung die Jubiläumsfeierlichkeiten der SED konterkarierten. Der unerwartete Bürger/-innenmut und die vehemente Reaktion der Staatsmacht in Plauen, Zwickau, Chemnitz, Dresden, Leipzig und Berlin spielten eine Schlüsselrolle auf dem Weg zur Friedlichen Revolution in der DDR.
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